Essen ist Information

Der amerikanische Gesundheitsexperte und Bestseller-Autor Mark Hyman weiß aus Erfahrung, dass die in der Nahrung enthaltenen Informationen über Gesundheit oder Krankheit entscheiden: „Die Quelle der Kalorien und die mit der Kalorie transportierten Informationen machen einen gigantischen Unterschied dahingehend, wie Ihre Gene, Hormone, Enzyme und der Stoffwechsel darauf reagieren.“ Die besten Tipps:

Frisch kaufen, frisch essen
Lebensmittel frisch zu kaufen, sie selbst zu verarbeiten und sie möglichst frisch zu essen ist die Ernährungsformel, die alle Tipps auf einen Punkt bringt. Sie ermöglicht eine maximale Aufnahme von Vitaminen und Mineralstoffen, die in ihrem natürlichen Kontext meist mehr Wirkung zeigen als in komprimierter Tablettenform. Einzige Ausnahme sind Dosentomaten: Frisch vom Feld geerntet und im Glas oder in der Dose konserviert vermindert ihr Inhaltsstoff Lycopin oxidativen Stress wirkungsvoller als frische Treibhaustomaten.

Leere Kalorien wie Zucker oder Weißmehl vermeiden
Während unsere Steinzeit-Vorfahren pro Jahr etwa 22 Teelöffel Zucker zu sich nahmen, isst der Durchschnittsdeutsche etwa 36 Kilos davon. Isolierter Zucker wie Glucose, Fructose oder Saccharose hat keinerlei Gesundheitswert für den Körper, deshalb sollten süß veranlagte Esser den Zucker als reines Genussmittel einsetzen. Ähnlich kontraproduktiv auf die Gesundheit wie isolierter Zucker wirkt isolierte Stärke in Form von Auszugsmehl, bei dem die ballaststoffreichen Randschichten und der Getreidekeim nicht verwendet werden. Bei dem so häufig gekauften Mehl Typ 405 beträgt der Mineralstoffgehalt im Vergleich zum vollen Korn nur noch rund 20 Prozent. Je höher die Zahl beim Mehl-Typ (Maximum ist 1 800), desto höher ist der mittlere Vitamingehalt. Ein Mangel an Ballaststoffen in unserer Ernährung hat enorme Auswirkungen auf unsere Gesundheit und fördert die Entwicklung von Herzkrankheiten, Diabetes, Fettsucht oder Krebs.

Wasser statt Soft-Drinks
In der berühmten „Nurses Health Study“, in deren Rahmen mehr als 90 000 amerikanische Krankenschwestern in ihrem Gesundheitsverhalten beobachtet wurden, stellte sich heraus: Diejenigen, die täglich einen mit Zucker gesüßten Softdrink zu sich nahmen, hatten innerhalb von vier Jahren ein mehr als 90 Prozent höheres Risiko, an Diabetes zu erkranken. Auch Diät-Getränke sind keine wirkliche Alternative, denn es sieht so aus, als würden diese eher zu Gewichtszunahme, statt zu Abnahme führen. Was Mark Hyman stattdessen empfiehlt, ist reines Wasser: „Viele Menschen meinen immer noch, sie könnten nicht einfach nur Wasser trinken, aber aus Wasser sind wir gemacht und es hilft uns dabei, abzunehmen.“

„Frankenfood“ aus dem Weg gehen
„Frankenfood“, Kurzform für „Frankenstein Food“ ist ein in Amerika oft verwendeter Begriff für gentechnisch veränderte Nahrungsmittel. Zwar werden aufgrund der Kennzeichnungspflicht für gentechnisch veränderte Produkte (seit 2008) die Verbraucher hierzulande kaum Lebensmittel finden, in denen die Hersteller gentechnisch hergestellte Organismen gezielt einsetzen. Aber über Fleisch, Eier und Milch besteht dennoch Gefahr, sich Gentechnik einzuverleiben. Denn Produkte von Tieren, die mit genmanipulierten Pflanzen gefüttert werden, müssen in der EU nicht gekennzeichnet werden.

Hochwertige Proteine essen
Proteine müssen nicht unbedingt aus Fleisch, Fisch oder Milchprodukten stammen. Pflanzliches Eiweiß aus Gemüse und Hülsenfrüchten hat einen höheren Anteil an ungesättigten Fettsäuren (siehe Gute Fette). Die meisten Menschen essen zuviel Eiweiß. Die empfohlene Verzehrmenge liegt bei täglich rund 0,8 g pro kg Körpergewicht.

Gute Fette verwenden
Ungesättigte Fette sind essentiell, das heißt, der Körper kann sie selbst nicht bilden. Wer nicht genug davon isst, riskiert, dass die Zell-Membranen Schaden nehmen. Omega-Fettsäuren bilden die Königsklasse und wirken in mehrfacher Hinsicht positiv auf die Gesundheit. In den Oxyguard-Ölen von Rapunzel beispielsweise sind Omega 3,6- und 9-Fettsäuren im richtigen Verhältnis enthalten.
Foto: Monika Frei-Herrmann

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