Temperaturwechsel
Spannend ist es, sich mit den Saunabräuchen in anderen Ländern zu befassen. Beispielsweise pflegen seit 800 Jahren die Esten eine besondere Saunakultur. Der Brauch ist so schützenswert, dass das traditionelle Schwitzen in einer Rauchsauna, so wie sie im Süden des Landes betrieben werden, von der UNESCO als „immaterielles Kulturerbe der Menschheit“ anerkannt wurde. Der Ablauf ist ganz simpel: Die Sauna wird mehrere Stunden vorgeheizt, beim Öffnen der Tür löst sich der Rauch auf und die Saunagänger nehmen Platz. Schmackhaft wird das Ritual im wahrsten Sinne des Wortes durch eine Portion Honig, die jedoch nicht verkostet, sondern – erneut wortwörtlich – großzügig um den Mund und auf dem restlichen Körper verschmiert wird. Denn das macht die Haut samtweich. Je nachdem, ob man die Durchblutung fördern, das Immunsystem stärken oder die Poren öffnen möchte, kommen Birken-, Linden- oder Wacholderzweige zum Einsatz: Behutsame Schläge auf den Rücken erzielen dann die gewünschte Wirkung! Wer jetzt neugierig geworden ist: Die traditionelle Rauchsauna von Vana-Võromaa auf dem Bauernhof Mooska kann exklusiv gebucht werden.Das Projekt wird unterstützt vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. Bildnachweis: Kind_in_Rauchsauna__c__Visit_Estonia__Mariann_Liimal_773875a314







