Tiere lieben – Tiere schützen 

Tierschutz hat viele Dimensionen, stets sollte uns bewusst sein, wieviel Tiere für den Menschen bedeuten. So werden Tiere immer häufiger auch als Co-Therapeuten eingesetzt und die Wirkung ist oft erstaunlich. Claudia Schwarzmaier beschreibt in einem Beitrag, wie auch die Wahrnehmung gegenüber dem Tier dadurch geschärft wird. https://www.quellonline.de/die-heilsame-kraft-der-tiere/

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Als Tierschutz werden dabei alle Aktivitäten bezeichnet, die darauf abzielen, Tieren ein  artgerechtes Leben  zu ermöglichen, das gilt auch für unsere Nutztiere.

Ein Beispiel dafür ist der Leonharder-Hof: Das Heu, das die Pferde des familieneigenen Gestüts fressen, stammt zum großen Teil aus der eigenen Bioland-zertifizierten Landwirtschaft. Die in der Herde gehaltenen Stuten und Fohlen haben beliebig viel Auslauf und bekommen nur Futter aus biologischem Anbau. Johann Abfalter war es, der die neue Pferderasse des „Leonharders“ ersann: Lange bevor er mit der Produktion der Stutenmilch begann, machte er sich Gedanken darüber, was mit den „überschüssigen Fohlen“ passieren soll. Ein Verkauf an Händler oder Metzger kam für ihn nicht in Frage, da dies mit der Firmenphilosophie nicht zu vereinbaren ist. Seine Idee, diverse Pferderassen zu kreuzen und eine neue Pferderasse zu züchten, nahm Gestalt an. Aus den drei Ausgangsrassen Haflinger (wegen den guten Melkeigenschaften), Welsh Cob (zwecks der Farbgebung ) und Pura Raza Espanol (zwecks der Verfeinerung ) wurde die neue Rasse des Leonharders gegründet, die im Jahr 2011 ihre amtliche Zulassung erhielt. Leonharder sind gutmütige und vielseitige Freizeitpferde, die sich auch für Kinder oder als Freizeitpferd eignen. Bei den Fohlenbewertungen durch den Zuchtverband für Kleinpferde und Spezialrassen wurden viele Leonharderfohlen in den letzten Jahren ausgezeichnet.Die artgerechte Aufzucht und Haltung der Leonharder macht sich auf vielerlei Arten bemerkbar. Da ist beispielsweise die Pferdemilch, die Mensch und Tier gleichermaßen gut schmeckt. Zu Beginn ihres Lebens dürfen sich die Fohlen daran ungeteilt satt trinken. Mindestens in den ersten sechs Wochen ihrer Geburt gehört die Stutenmilch allein den Fohlen und es wird keinerlei Ersatznahrung gefüttert. Danach dürfen die Fohlen beim Melken dabei sein und erhalten den Großteil der Milch, die jede Stute von Natur aus täglich gibt. Nur der Rest, den das Fohlen übrig lässt – etwa vier bis fünf Liter – fließt in die Produktion des ungewöhnlichen Ziegen-Stutenmilch-Sortiments. Die Produkte der Naturkäserei St. Georg stammen zu 40 Prozent aus Stutenmilch und zu 60 Prozent aus Ziegenmilch. Ziegen sind Feinschmecker, entsprechend bekommen sie auch ausgewähltes Futter zu fressen: Gras mit möglichst viel Kräutern im Sommer, Heu und Stroh von eigenen Feldern, dazu Zuckerrüben-Schnitzel und zur besseren Verdauung frische Äste von Bäumen. Zwei bis drei Liter Milch geben die Geißen pro Tag und in den ersten drei Monaten laufen die Ziegenkinder mit ihrer Mutter mit und dürfen sich nach Herzenslust an der Milch laben. Die Ziegenmilch, die in die Produktion der Naturkäserei St. Georg fließt, stammt von ausgewählten Bio-Bauern der Region, die ihre Milch täglich frisch in die Naturkäserei in Ruhpolding bringen. Dass die Wurzeln des Abfalter’schen Unternehmensverbunds in der Landwirtschaft liegen, zeigt sich am sorgsamen Umgang mit Tier und Natur. So trat Familie Abfalter mit ihrer St. Leonhards-Vertriebs GmbH & Co. KG Anfang 2018 dem Bündnis für enkeltaugliche Landwirtschaft bei. „Biologische Vielfalt ist Lebensgrundlage für jeden Menschen. Und natürlich auch die Basis für alle Unternehmensaktivitäten von St. Leonhards“, begründet Geschäftsführerin Roswitha Abfalter dieses Engagement. Weitere Beispiele, wie Biobauern im Einklang mit der Natur das Land bewirtschaften und die Tiere halten finden sich in dem Beitrag Erfolgreiche Bauern verraten ihre Erfolgsrezepte.

Weiteres über die Beziehung von Tier und Mensch 

 

4. Oktober 2021
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