Spendenprojekt: Wärme für Braila

Von unseren Erlebnissen auf dem Franziskusweg in Italien haben wir schon mehrfach berichtet. Dieses Jahr haben wir in La Verna – einer der wichtigen franziskanischen Pilgerstätten – die deutsche Schwester Angela kennen gelernt. Sie hat uns von ihrem Herzens-Projekt im rumänischen Braila berichtet:

Die rumänische Stadt Braila liegt an der Donau, ist aber von westeuropäischen Sozialstandards weit entfernt. Die Arbeitslosigkeit und Perspektivlosigkeit ist hoch; Viele Erwachsene haben Probleme mit Alkohol und viele Kinder leben in schwierigen Verhältnissen.

Dem Wohl von Kindern, um die sich ihre Eltern nicht kümmern können, widmet sich die kleine Gemeinschaft der Franziskanischen Klarissen-Missionarinnen des Allerheiligsten Sakraments. Drei Klosterschwestern dieses Ordens betreiben seit 1996 das Kinderheim und die Kindertagesstätte “Marieles Lächeln”. Im Kinderheim leben bis zu 21 Minderjährige, die von ihren Familien aufgegeben wurden und die den Schwestern vom Gericht anvertraut wurden. In der Kindertagesstätte betreuen die Schwestern zwölf Minderjährige aus ortsansässigen Familien, die beträchtliche sozialen Schwierigkeiten haben und die vom städtischen Sozialamt vermittelt wurden.

Im Kinderheim und in der Kindertagesstätte  erhalten die Kinder umfassende Unterstützung: Die Schwestern begleiten und fördern die Kinder in ihrer Schulausbildung (Material, Hausaufgaben, Verbindung zu den Lehrern etc.) und unterstützen den Ausbildungsweg mit Rücksicht auf die persönlichen Fähigkeiten und Neigungen, um ihnen den Weg in ein selbständiges Leben zu ebnen. Die Schwestern organisieren für ihre Kinder Geburtstagsfeste, Schwimmkurse, Tai Chi, Schach, Ferien oder kulturelle Ausflüge. Durch ihre Liebe möchten sie den Kindern und Jugendlichen geben, was sie für ihr Leben und ihre gesunde Entwicklung brauchen und in ihrer Familie oft nicht finden.

Für all diese Aufgaben sind die finanziellen Mittel immer knapp. Denn “Marieles Lächeln” bekommt nur eine geringe staatliche Unterstützung. Erbaut werden konnte das Kinderheim durch Spendengelder: Eine franziskanische Hochschule in Bologna, das Antonianum, veranstaltet jedes Jahr einen Gesangswettbewerb für Kinder und Kinderchöre, der im Fernsehen übertragen wird und bei den Italienern sehr beliebt ist. Mariele ist die Begründerin dieser Aktion, die jedes Jahr ein anderes Projekt unterstützt. Als die Klosterschwestern in Braila die Begünstigten waren, hat ein anonymer Spender einen sehr hohen Betrag gestiftet, der genau für den Bau ausgereicht hat – beim letzten Pflasterstein im Hof war das Geld aufgebraucht. Auch den Großteil des Geldes, das die Schwestern für den Unterhalt des Kinderheims benötigen, erhalten sie von Spenden und Patenschaften, bislang meist aus Italien, wo das Mutterhaus der Schwestern angesiedelt ist. Dennoch sind die Schwestern zuversichtlich: “Die Bank der Vorsehung wird nie pleite”, sagt Mutter Serafina.

Angesichts der immer neuen finanziellen Herausforderungen, freuen sich die Schwestern über jeden Spender, der sich von “Marieles Lächeln” angesprochen fühlt. Aktuell sind die Heizkostenrechnungen zu finanzieren, die alleine für November rund 850 Euro betragen. Doch auch Erzieher, die den drei Schwestern bei der Betreuung der pubertierenden Jugendlichen zur Seite stehen, werden dringend gebraucht. Wer die Schwestern in Braila unterstützen möchte, der kann das auf mehrfache Weise tun:

Aktuell zur Finanzierung der Heizkostenrechnungen beitragen. Der Frankfurter Stadtdekan Johannes zu Eltz hat spontan angeboten, die Spenden über das Konto der Dompfarrei St. Bartholomäus laufen zu lassen.  Die Bankverbindung lautet:

Katholische Kirchengemeinde Dom St. Bartholomäus
Frankfurter Sparkasse
IBAN DE37 5005 0201 0000 0180 02
BIC HELADEF182
Kennwort: Rumänien/Braila

Bei Spenden bis 200 Euro genügt der Kontoauszug als Nachweis fürs Finanzamt. Bei höheren Beträgen  stellt die Dompfarrei  Spendenbescheinigungen aus.

Wer sich längerfristig für Braila engagieren möchte, der kann auch eine Patenschaft für die gesamte Gruppe in “Marieles Lächeln” übernehmen. Patenschaft ist eine Form der Hilfe, die den Kindern erlaubt, in ihrem Heimatland zu bleiben.

Kontaktadresse:

Fundatia Surorile Clarise ale Sf. Sacrament, A. I. Cuza 210, 810125 BRAILA (Romania), Tel. 0040 239 619510, Fax 0040 239 614113, Mail: suorebraila96@yahoo.com, Skype: suorebraila, Web: www.facebook.com/pg/ilsorrisodimariele/

Wer sich auf deutsch über das Projekt informieren möchte, der kann auch direkt mit Schwester Angela in La Verna Kontakt aufnehmen: sr.angela.tauchen@gmail.com