Sonne tanken und Sonnenschutz in Balance

Nun ist er da, der Sommer – mitsamt den vergnüglichen Nachmittagen am Badesee und den lauen Sommerabenden. Die Wärme und die Sonne tun uns gut. Doch die Verunsicherung wird immer größer. Welche Nebenwirkungen hat die Sonne? Wie kann ich mich davor schützen? Und was ist mit Vitamin D?

Folgende Empfehlungen gibt das Netzwerk für Gesundheit:

Dass Sonnencreme einen Sonnenbrand verhindern kann, ist weithin bekannt. Die Strahlung, die für einen Sonnenbrand verantwortlich ist, nennt sich UVB-Strahlung. Vor UVB-Strahlung  schützt ein Lichtschutzfaktor (LSF) der mit einer Zahl angegeben ist, z.B. 20. Oft enthalten Sonnencremes heutzutage auch einen Schutz vor UVA-Strahlung. Dieser wird nicht mit einer Zahl angegeben sondern mit einem Symbol dargestellt. UVA-Strahlung strapaziert stark die Haut, was zu einer beschleunigten Hautalterung führen kann. Sonnencremes mit UVA- und UVB-Schutz gibt es mittlerweile in zwei Varianten: In der konventionellen Kosmetik wird ein chemischer Lichtschutz eingesetzt, bei Naturkosmetik eine mineralischer.

Der chemische Lichtschutz steht schwer in der Kritik, hormonartig auf den Körper einzuwirken. Sonnencremes, die ein Siegel der kontrollierten Naturkosmetik tragen, haben keinen chemischen Lichtschutzfaktor. Hier kommt ein mineralischer Lichtschutzfaktor zum Einsatz. Die kleinen Partikel legen sich auf die Haut und reflektieren die Sonnenstrahlen. Vor ein paar Jahren sah die Haut danach auch regelrecht gekalkt aus – mittlerweile wurden diese  Cremes jedoch weiterentwickelt und fühlen sich wesentlich angenehmer auf der Haut an.

Neben dem Sonnenbrand besteht eine weitere Gefahr, die von zu langer und intensiver Sonnenstrahlung ausgeht: der sogenannte Sonnenstich. Hier führen die Infrarotstrahlen dazu, dass die Gehirnhäute (Meningen) gereizt werden. Eine helle Kopfbedeckung ist bei längerem Aufenthalt in der Sonne empfehlenswert und für Kinder absolut notwendig!

Doch was ist mit Vitamin D? Dieses Vitamin ist äußerst wichtig für unterschiedliche Funktionen im Körper, z.B. dem Knochenaufbau und kann auf zwei Arten unserem Körper zur Verfügung gestellt werden. Zum einen nehmen wir Vitamin D mit der Nahrung auf (gute Quellen sind z.B. Avocados, Eier, Fisch) und zum anderen kann der Körper es selbst mit Hilfe von Sonnenlicht produzieren. Dieses ist jedoch nur möglich, wenn die Haut unbedeckt ist und zuvor keine Sonnencreme aufgetragen wurde. Aufgenommenes Vitamin D kann vom Körper über mehrere Monate gespeichert werden. Somit ist unter guten Bedingungen die aufgenommene Menge an Sommersonne ausreichend, um im Winter davon zehren zu können. Bei Menschen, die sich eher selten draußen aushalten, kann jedoch ein Mangel entstehen.

Doch wie sollte man sich entscheiden: Die Haut mit Sonnencreme schützen oder ohne Sonnenschutz den Vitamin D-Speicher auffüllen? Wir empfehlen: eine ausgeglichene Balance von beidem. Auch bei leicht bedecktem Himmel kann die Haut die Vitamin D-Vorstufe aufnehmen. Bei praller Sonne, vor allem in der Mittagszeit, sollten Sie sich jedoch schützen.

Und falls bei Ihnen doch mal ein Sonnenstich mit Symptomen wie Übelkeit, Kopfschmerzen und Schwindel einsetzt oder Sie einen stärkeren Sonnenbrand haben – lassen Sie sich bitte unbedingt ärztlich behandeln.

Mit diesen Ratschlägen wünscht das Netzwerk für Gesundheit einen schönen und genussvollen Sommer!

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Bild: Martina Guthmann