Leder – besser als sein Ruf

Seit der frühen Menschheitsgeschichte wird Leder für die Herstellung von Schuhen eingesetzt. Die Philosophie der Sioux-Schuhe basiert auf dieser Tradition und setzt auf höchste ökologische und ethische Grundsätze bei der Lederproduktion. Das macht ein doppelt gutes Gefühl am Fuß.

Die indigenen Völker Amerikas haben die ursprünglichste aller Schuhmacharten entwickelt: den Leder-Mokassin. Als Material für die Lederherstellung diente ihnen damals die gegerbte Haut des Büffels, der primär als Fleischquelle gejagt wurde und dessen Fell, Sehnen und Knochen vielfältig genutzt wurden. Damals wie heute ist Leder ein hochwertiges, langlebiges Nebenprodukt der Lebensmittelgewinnung, das durch die traditionsreiche Handwerkskunst des Gerbens entsteht. Und insbesondere bei der Herstellung hochwertigen Schuhwerks spielt seit jeher allerfeinste Leder-Qualität eine tragende Rolle. Leder ist ein faszinierendes Naturprodukt, atmungsaktiv, dehnfähig und reißfest und damit allen synthetisch hergestellten Produkten haushoch überlegen. Weil es Fußfeuchtigkeit so gut aufnehmen kann, sorgt es für ideales Klima im Schuh, was die Füße danken. Der Ruf des Leders hat die letzten Jahre stark gelitten, vor allem weil es im Fokus kritischer Berichterstattung stand. Und Leder hat offensichtlich keine große Lobby. Dabei ist das Besondere am Leder, dass es am Ende seiner Lebenszeit kompostiert werden kann und so wieder auf natürliche Weise in die Grundstoffe zerfällt, aus denen es entstanden ist. Demgegenüber benötigen Obermaterialen aus Kunstfasern, die aus Grundstoffen der Petrochemie bestehen, Jahrhunderte, bis sie vollständig abgebaut sind, von der Belastung von Böden und Gewässern durch kleine Faserteile und Mikroplastik ganz zu schweigen. Vegan bedeutet in dem Fall eben nicht ökologisch besser, sondern lediglich, dass die Fasern nicht tierischen Ursprungs sind. Als Qualitätsschuhhersteller hat es sich die Firma Sioux zum Grundsatz gemacht, ausschließlich Ober- und Futterleder sowie Felle einzusetzen, die als Nebenprodukte in der Viehzucht anfallen und für die sichergestellt ist, dass kein Tier eigens getötet werden musste. Für Sioux-Schuhe werden daher nur hochwertige Leder von Rind, Ziege, Schaf und Hirsch eingesetzt. Der Wert des Rohleders macht am Wert der Tiere nur 5-8 Prozent aus. Damit ist klar, dass keines dieser Tiere gezüchtet oder geschlachtet wird, um Leder zu gewinnen. Vielmehr ist auch die Tierzucht so alt wie die Menschheitsgeschichte. Werden entsprechende Standards für die Haltung, Aufzucht, Schlachtung und Gerbung eingehalten, muss sich Leder in Sachen Ökologie und Nachhaltigkeit gegenüber den Alternativen aus der Mineralölindustrie nicht verstecken. Hier kommt Sioux als Qualitätshersteller ins Spiel, der diese Standards scharf überwacht und sicherstellt. Jeder Betrieb und jede Lederhaut werden von den Sioux-Ledereinkäufern genau inspiziert. Je natürlicher das Leder belassen wird, desto schöner ist es. Und desto größer ist die Chance, dass es am Fuß eines Sioux-Schuh-Trägers ein zweites Mal zum Leben erweckt wird. Für die Veredlung des Leders zu dem bei Sioux-Schuhen so beliebten Rau- oder Veloursleder gibt es in ganz Deutschland nur noch eine einzige Gerberei: Die Gerberei Oehler in Marbach – ein Familienbetrieb, in unmittelbarer Nähe des Sioux-Firmensitzes – beherrscht ihr Handwerk nun bald in der siebten Generation. Es ist der gemeinsame hohe Qualitätsanspruch bei Ledermaterialien und ökologischen, ethischen und sozialen Standards, der die beiden Traditions-Unternehmen verbindet. So wird beispielsweise für den Sioux-Klassiker, den Mokassin, und für neue Sioux-Schuhkollektionen feines Kalbsveloursleder bereitgestellt, das ganz ohne äußere Imprägnierung dauerhaft wasserabweisend, also hydrophob ist. Das durchgefärbte Veloursleder bewahrt seine Farbe – ohne Wasserränder und Flecken auf dem Material. Gut gepflegt ist der Sioux-Schuh somit ein treuer Begleiter über viele Jahre, ein Schuh, der aus europäischem Leder gefertigt ist und für seinen Träger oder seine Trägerin einfach ein rundum gutes Gefühl gibt, nicht nur am Fuß. Auf Sioux-Schuhe ist Verlass. Und sie sind eine gute Wahl, insbesondere für diejenigen Kenner, die Qualität und Nachhaltigkeit verbinden wollen.

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HYDROPHOB

Die Spezialität steckt im Leder selbst. 

Dauerhaft wasserabweisend, ganz ohne äußere Imprägnierung – diese Qualität verdankt das Veloursleder seinem

Gerbungsverfahren, bei dem das Leder hydrophobiert wird. So nimmt das Veloursleder der Sioux- Schuhe keine Feuchtigkeit von außen auf, trocknet schneller und sorgt für bessere Wärmeregulation. Und weil die Lederfarbe gegen Verblassen geschützt ist, kann man sich lange an farbintensiven Schuhen erfreuen.

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5. November 2021
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