Über die Zukunft der alpinen Gesellschaft

Leere Strassen am Furkapass im Wallis/CH

Die Pandemie hat  auch aufgezeigt, dass die alpine Gesellschaft an einem Wendepunkt steht, der neue Möglichkeiten eröffnet – in Tourismus, Naturschutz und Verkehr. Viele Menschen entdeckten die Schönheit der Natur in ihrer unmittelbaren Umgebung und verbrachten dort mehr Zeit. Naturnahe Tourismusdestinationen profitierten davon, Nutzungskonflikte sowie steigender Druck auf Naturräume waren aber ebenso Realität.  Während der Lock-down-Phasen widmeten sich viele verstärkt der eigenen Ernährung und der Bedeutung von regionalen sowie saisonalen Lebensmitteln, andere waren und sind mit unsicheren bis existenzbedrohenden Zukunftsperspektiven konfrontiert. Geschlossene Grenzen zwischen Nationalstaaten, Regionen und Gemeinden sorgten für ein ungewöhnliches Phänomen in alpinen Dörfern, an der Brenner Autobahn und in Flugkorridoren: Stille. Plötzlich erlebten die Menschen dort, wie das Leben ohne Dauerlärm und Abgase sein könnte. Katharina Conradin, Präsidentin von CIPRA International, freut sich, dass Nachhaltigkeitsfragen den Sprung aus der «Öko-Ecke» geschafft haben und in der Öffentlichkeit breit diskutiert werden. Die wichtigste Frage aber komme erst, wie Conradin meint: «Wollen wir wieder zurück zum Alten? Oder nutzen wir die Möglichkeiten, die in diesem (ungeplanten) Neuanfang liegen?» Für die alpine Landschaft Partei ergreifen, Outdoor-Tourismus nachhaltiger gestalten, wirkungsvoller über den Klimaschutz sprechen, ein alpenweites Ticket für den öffentlichen Verkehr entwickeln, ein friedliches Zusammenleben zwischen Mensch und Wolf ermöglichen: Auf der Homepage von  CIPRA International lassen sich viele zukunftsweisende Ansatzpunkte entdecken,

31. Mai 2021
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