Plädoyer für das gemeinschaftliche Gärtnern vor der eigenen Haustür

In zahlreichen Beiträgen haben wir schon über das Prinzip der Permakultur berichtet. In diesem Beitrag geht es um die wertvollen Effekte dieses Gärtnern für die eigene Gesundheit und für die Gesundung der Welt.

Es ist bekannt, das an unseren Aufenthalts-Orten genau die Wildkräuter wachsen die wir benötigen. Denken wir dies weiter, so macht es Sinn, selbst zu gärtnern und mit der Natur „achtsam“ agieren.
Die Natur-Schöpfung schenkt sich uns, sie dient uns, wenn auch wir unseren Teil beitragen. Solche Nahrung ist individuelle auf die jeweiligen Personen abgestimmt und niemals käuflich.
Produkte die wir käuflich erwerben, hatten nie diesen intensiven Kontakt mit uns und konnten ihre Inhaltsstoffe, daher nie in dieser Form auf unsere Bedürfnisse abstimmen. Produkte aus der Ladentheke können nicht mehr mit uns in Interaktion gehen. Daher ist die Qualität selbstangebauter Lebensmittel + Wildkräuter mit nichts zu vergleichen und mit keinem menschengemachten Geldwerten aufzuwiegen. Aber keine Sorge: Es muss nicht jeder kompletter Selbstversorger werden.
Die Natur ist immer überschwänglich, in weniges kann sie alles erforderliche packen und uns schenken. Wichtig ist unsere persönliche Achtsamkeit und Wertschätzung über jedes noch so kleine Pflänzchen, sei es auf dem Fensterbrett oder am Wegesrand.

Gemeinschaftsgärten

Global betrachtet wird nicht die Agroindustrie das Ernährungsproblem lösen können, sondern der Umbau der Welt zum Garten. Der Weltagrarbericht hat schon längst bestätigt,
das die Hauptnahrungsversorgung weltweit von vielen, vielen kleinen Betreiben unter 2 ha erstellt wird. Eine Großstadt wie Moskau z.B. ernährt sich zu 80 % aus dem Umland und aus Hinterhöfen. Das bedeutet Ernährungs-Souveränität + Sicherheit. Positive Nebeneffekte von Gemeinschaftsgärten und solidarer Landwirtschaft sind, dass man sich die Aufgaben teilen kann und gemeinschaftlich mehr Freude und Ernte erzielen kann.

Du bist was du isst – Wahre Nahrung ist Interaktion mit der Schöpfung. Die Natur liest unsere Bedürfnisse + produziert individuell für uns.

Natürliche Pflanzen brauchen natürliche Erde, Sonne, Wind und Regen, um zu inhaltsreichen Pflanzen heranzuwachsen. Kunstprodukte füllen unsere Bäuche aber sie nähren uns wenig. Unsere Aufgabe ist es, der Pflanze natürliche Lebensbedingungen zu geben, damit sie ein wertvolles Lebensmittel werden kann. Ein billiges Produkt in Geldwert, ist noch immer nicht billig im ökologischen- und Gesundheitswert. Folgekosten sind Krankheitskosten, eine zerstörte Umwelt- und Lebensgrundlage,
 zumal für die kommenden Generationen. Wir dürfen die Dinge in ihren kompletten „ganzheitlichen + langfristigen“ Zusammenhängen sehen, und – wie es Leopold Kohr formulierte – zum menschlichen Maß zurückkehren. Meist so einfach dass, es uns unglaublich erscheint,
weil wir – in unserem Denken – so weit von der Natur entfernt sind, verbildet sind oder getäuscht von unserer Sozialisation sind.

Wahre Lösungen sind immer einfach.

Weitere Beiträge zum Thema z. B. Vom brachen Feld zum fruchbaren Garten