Papier aus Gras

Papier ist, trotz der Digitalisierung, immer noch nicht wegzudenken und ein ständiger Begleiter der meisten Menschen. Papier und Papierprodukte werden energie- und ressourcenintensiv hergestellt. Bäume sind zwar ein sogenannter „nachwachsender“ Rohstoff, doch bis ein Baum die „industriell verwertbare Masse“ erreicht hat, vergeht je nach Baumart sehr viel Zeit. Es liegt also auf der Hand, dass das so ressourcenintensiv hergestellte Papier möglichst oft dem Kreislauf durch Recycling wieder zur Verfügung gestellt wird.

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Nun zeichnet sich für die Papier- und Verpackungsindustrie die Möglichkeit eines neuen nachhaltigen Rohstoffes ab. Alles, was bereits aus Papier hergestellt wird, könnte mit Grasfaser ökologisch sinnvoll ergänzt und damit nachhaltiger gestaltet werden. Es lässt sich einfach verarbeiten und vielfältig verwenden, z. B. für Verpackungen, Tissue-Produkte wie Toilettenpapier und Küchenrollen, Druckerzeugnisse, Trinkhalme und Trinkbecher.

Graspapier kann man ganz normal ins Altpapier geben. Da Papier sehr aufwendig hergestellt wird, sollte es auch so oft wie möglich dem Wertstoffkreislauf wieder zugeführt werden. Graspapier ist grundsätzlich kompostierbar. Es handelt sich jedoch um einen Wertstoff, der möglichst oft recycelt werden sollte. Für Graspapier muss kein Tier auf Futter verzichten, da das Gras von ungedüngten Überschussflächen stammt, die nicht der Futterherstellung dienen.Allein in Bayern sind mehr als 1 Mio. Tonnen Gras aus ökologischen Überschussflächen verfügbar. Gleichzeitig nutzt man wertvolle Grünflächen, macht sie für weitere Nutzung zugänglich und vermeidet Brachland. Gras bindet zudem CO2. Graspapier ist ungebleicht. Die Farbe unterliegt je nach Anteil des Graseintrags und der Erntezeit natürlichen Schwankungen von sehr hellem bis zu satterem Beige.

Weitere Informationen über den Papiermarkt und über Graspapier

26. August 2021
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