Die Umweltfolgen der Biogas-Förderung

Weil Mais den größten Biogas-ertrag bringt, entstehen zunehmend Monokulturen: In Niedersachsen beispielsweise wurde 2010 auf 29 Prozent der Anbaufläche Mais angebaut. Derartige Monokulturen führen zu Humusabbau und Bodenerosion, Ausbreitung von Problemunkräutern und spezieller Schädlinge wie Maiswurzelbohrer, Maiszünsler sowie zu einer Verringerung der Artenvielfalt. Das Landschaftsbild wird eintöniger und Schäfer finden kaum noch Weideflächen. Besonders negativ wirken sich Mais-Monokulturen auch auf das Grundwasser aus, weil Pestizide und Nitrate vom Boden ins Wasser wandern.

„Wenn wir so weitermachen wie bisher, werden wir in wenigen Jahrzehnten unser blaues Wunder erleben“, sagt Dr. Franz Ehrnsperger, Inhaber der Neumarkter Lammsbräu, Träger des Deutschen Umweltpreises und Mitinitiator des Bio-Mineralwasser-Siegels. Mittel- und langfristig  gefährden Mais-Monokulturen die Trinkwasserversorgung. „Wasser wird dann einen solchen Verschmutzungsgrad erreichen, dass es nur durch größten technischen Aufwand überhaupt trinkbar sein wird.“

Die Biogas-Förderung hat aber auch eine globale Dimension: Denn Deutschland kann sich selbst immer schlechter mit Futter für seine Tierhaltung versorgen. Für jeden Hektar Acker, auf dem in Deutschland Energiepflanzen angebaut werden, werden woanders Futtermittel für uns angebaut. Das führt zur Verknappung von Lebensmitteln weltweit und zum klimaschädlichen Umbruch von Savannen, Urwäldern oder Grünland.

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Beitrag Biogas treibt Bauern in den Ruin

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