Das Baumjahr im keltischen Horoskop

Bereits die Kelten erkannten den spezifischen Charakter und die Heilkraft verschiedener Hölzer, aus der sich im keltischen Baumhoroskop eine zutiefst lebendige Verwandtschaft zwischen Mensch und Baum erschließt. Von Martina Guthmann.

Oft habe ich mich gefragt, warum meine Töchter bei ihrer augenscheinlichen Unterschiedlichkeit sich in ihrem innersten Wesen wie zwei Seiten einer Medaille oder wie Ying und Yang ergänzen. Im keltischen Baumkreis habe ich nun eine Gemeinsamkeit entdeckt, die sie außer der Tatsache, Schwestern zu sein, verbindet: Da ihre Geburtstage ein halbes Jahr auseinanderliegen, haben sie dasselbe Zeichen im keltischen Baumkreis und daher die gleichen elementaren Grundbedürfnisse und Veranlagungen.

Baumhoroskop

 

Das Prinzip des Baumhoroskops
Von einem Zusammenhang zwischen Geburtsdatum und Charakter gehen nahezu alle Kulturen aus. Im keltischen Baumkreis haben die weisen Druiden jedem Menschen aufgrund seines Geburtsdatums einen von 21 Lebensbäumen zugeordnet. Vier Bäume repräsentieren den Wechsel der Jahreszeiten, die Eiche den Frühlingsanfang, die Birke den Sommer-, der Ölbaum den Herbst- und die Buche den Winteranfang. Die anderen 17 Bäume verfügen – von kleinen Ausnahmen abgesehen – über jeweils zwei Baumzeiten, die genau ein halbes Jahr auseinanderliegen. Das Jahr in zwei Hälften aufzuteilen und auch den Menschen mit seiner Sonnenseite und seinem dazugehörigen Schattenbild zu verstehen, ist typisch für das keltische Verständnis von Natur und Mensch.

Die Natur, sich selbst und die Mitmenschen besser verstehen
Bäume sind elementare Voraussetzung für menschliches Leben und zeigen die Vielfalt der Schöpfung. Bäume sind wie Menschen in den Kreis von Werden, Sein und Vergehen eingeschlossen. Ganz deutlich zeigen Bäume auf, welche Lebensressourcen wie Licht, Wasser, Wärme, Nährstoffzufuhr sie benötigen und wie es um ihre Belastbarkeit, ihre Stärken und Schwächen bestellt ist.

Parallelen in den Charaktereigenschaften zwischen Mensch und Baum
Wie für den Nussbaum zur optimalen Entwicklung ein sicherer Grund, wintermildes Klima und ausreichend Licht wichtig ist, so verlangt der Nussbaum-Mensch nach stabilen Verhältnissen, nach viel Geborgenheit, Sicherheit und klaren Perspektiven, um sich gut zu entwickeln. Ganz im Gegensatz dazu legt der Ahorn wenig Wert auf sicheren Grund, er scheint das Un-Bequeme geradezu zu suchen und „umarmt“ manchmal sogar feindlichste Lebensumstände. In der Eiche, für die im keltischen Baumkreis ein einziger Tag reserviert ist, sahen die Druiden die große Kraft der Individualität und Selbstverwirklichung. Auch Ulmen sind starke Persönlichkeiten, sie nehmen ihrer Umwelt dabei aber nicht das Licht, ein Zeichen für deren altruistische Individualität und gute Gesinnung.
Die Geschmeidigkeit der Weide birgt Anpassungsgabe, aber auch die Eigenheit, sich nicht festlegen zu wollen und bis an die Grenzen zu gehen. Feigenbaum-Geborene – den Samen des Baumes brachten sich die Kelten aus dem Süden mit – zeigen sich kosmopolitisch, haben einen Sinn für das schöne, süße Leben, können aber auch empfindsam auf härtere Lebensumstände reagieren. Ganz im Gegensatz zur abgehärteten Kiefer: Überleben ist das Motto des belastbaren Baumes, der vernünftig und praktisch veranlagt aus schweren Zeiten noch gestärkter hervorgeht.

Warum 3 x 7 Charaktertypen – das heilige Wissen der Druiden
Rein rechnerisch würden 22 Bäume für das Baumjahr benötigt, aber die 21 ergibt sich aus der Multiplikation der den Kelten heiligen Zahlen 3 und 7. So sind es auch drei mal sieben Baumgruppen bzw. menschliche Charaktertypen, die die Druiden unterschieden: Im Zeichen der Eiche, Buche, Ulme, Linde, Nuss, Kastanie und Feige Geborene sind Realisten, die sich durch gute Beobachtungsgabe und Organisationstalent auszeichnen. Intellektuell begabt, analytisch und logisch denkend sind Menschen mit Baumzeichen Ölbaum, Apfel, Tanne, Zypresse, Zeder, Kiefer und Ahorn. Vom intuitiven Wissen, der Phantasie und der Fähigkeit zur Synthese geleitet sind diejenigen mit Geburtsdatum im Zeitraum von Birke, Pappel, Trauerweide, Haselnuss, Eberesche, Esche und Hainbuche.

Dankbarkeit für die Bäume
Der Baum kann ohne den Menschen leben, aber der Mensch nicht ohne den Baum. Der Mensch kann den Bäumen nur die Dankbarkeit zurückgeben, auch für die Weisheit, die in jedem einzelnen Baum-Charakter steckt. Der keltische Baumkreis kann dabei noch tiefere Einsichten in das wahre Wesen von Menschen, ihre Bedürfnisse  und die Motive ihres Handelns eröffnen.

Abbildung Baumkreis: AdlerBalance Dolomiti – Markus Delago

Beitrag: Adler Balance – wertvolles Wissen der Kelten

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