Spiegelungen und ihr Ursprung
Wasser kann seine Umwelt auf faszinierende Weise widerspiegeln. Mit meinen „Spiegelbildern“ lade ich den Betrachter dazu ein, Wasseroberflächen in ihrer Vielfalt und in ihrer Vielfarbigkeit zu betrachten und sich an ihrer Ästhetik zu erfreuen, so schreibt Monika Frei-Herrmann über ihre Werke.
Mit der Kamera gemalt: Die Spiegelungen von Monika Frei-Herrmann
Seit vielen Jahren fotografiere ich Wasserlandschaften: Motive sind Flüsse – zum Beispiel der Rhein von Köln bis zur Via Mala in der Schweiz –, das Meer, Seen, Teiche oder Quellen. Durch die inten- sive Befassung mit Wasser entwickelte sich in mir die Faszination für Spiegelungen. Denn durch gespiegelte Objekte kommt Farbe ins Wasser. Und: Je ruhiger das Wasser, desto schärfer wird die Spiege- lung. Bewegt es sich hingegen, entstehen neue Bilder, die das Spiegelobjekt verzerren und verfremden. Die Bewegung erzeugt Formen, die nicht selten wie gemalt wirken – gemalt mit der Kamera. So werden durch die kurze Verschlusszeit des Objektivs Momente fixiert, die mit dem Auge kaum sichtbar sind. Dadurch wird bei Serienfotos auch jedes Bild ein wenig anders als das vorhergehende.
DIE KÜNSTLERIN Monika Frei-Herrmann ist Mediengestalterin, Malerin, Fotografin und Mitgründerin von Quell.
Zuerst entsteht die Spiegelung: Entdecke ich eine Spiegelung mit einem interessanten Farbenspiel, beobachte ich dieses bewegte Bild mit dem Teleobjektiv. Meist entsteht dabei eine ganze Serie von Bildern, von denen ich dann eines auswähle mit der besten Schärfe, Form oder Struktur. Zur Erinnerung, wo und was ich fotografiert habe, mache ich noch ein Bild in Totale mit der Umgebung. Die Spiegelung ist kein Ausschnitt der Totale, beide Motive sind eigenständige Fotografien.











