Hannah Ritchie, Autorin des Buches „Hoffnung für Verzweifelte“, schreibt über sich, dass auch sie früher davon überzeugt war, dass sie keine Zukunft mehr hätte. Ein Bericht über den schwedischen Arzt, Statistiker und Redner Hans Rosling änderte ihre Sicht auf die Welt vollkommen und sie begann, aufgrund solider Datengrundlage die Herausforderungen des Lebens anders zu sehen: Vieles, was die Welt nachhaltig verändert, ist ganz und gar nicht selten, aufregend oder schlagzeilenträchtig. Es handelt sich vielmehr um anhaltende Prozesse, die Tag für Tag, Jahr für Jahr geschehen, bis dann Jahrzehnte vergangen sind und die Welt sich still und leise verändert hat. Das kann man nur erkennen, wenn man einen Schritt zurücktritt und die langfristigen Daten in den Blick nimmt. Seit fast zehn Jahren schon forscht, schreibt, informiert Hannah Ritchie zu diesen Trends. Und sie wird nicht müde, zu mahnen. In ihrem kürzlich erschienenen Buch „Keine Ausreden mehr“ lanciert sie einen neuen Aufruf, zu handeln.
Menschen, die in extremer Armut leben
Die weltweite Armut zählt zu den drängendsten Problemen, denn die Ärmsten der Welt (die mit weniger als drei Dollar täglich auskommen müssen) sind oft unterernährt und haben keinen Zugang zu den wichtigsten Dingen des Lebens wie Elektrizität oder sauberes Wasser.
Kindersterblichkeit
Der Anteil der Neugeborenen, die vermutlich ihre ersten fünf Jahre nicht überleben werden, hat in den vergangenen 200 Jahren massiv abgenommen. In den reichen Ländern beträgt die Überlebensrate 99,8 Prozent, in den armen Ländern 90 Prozent. Doch noch immer sterben weltweit 14.000 Kinder pro Tag.
Anteil der Analphabeten
Lesen und schreiben zu können, eröffnet die Welt zu Bildung, Wissen und Wohlstand. Während im Jahr 1820 nur einer von zehn Menschen auf der Welt lesen und schreiben konnte, hat sich dieses Verhältnis heute umgekehrt: Nur einer von zehn ist heute noch Analphabet.
Tote durch Naturkatastrophen
Tote durch Luftverschmutzung
Emissionen, die die Ozonschicht schädigen
Durch Daten die Welt verbessern
Die Online-Publikation Our World in Data wurde im Jahr 2011 von Max Roser gegründet. Seine Mission war und ist es, Wissen und Daten zu den großen Herausforderungen der Welt gut aufbereitet und kostenlos der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Damit sollen diejenigen Menschen ermutigt werden, die sich für eine bessere Welt engagieren. Durch die Arbeit von Max Roser und seinem Team lässt sich belegen: Engagement lohnt sich, verbessert die weltweiten Lebensbedingungen und hilft der Umwelt. Herausgegeben wird Our World in Data von der Nonprofit-Organisation Global Change Lab, die für diese Arbeit Spenden sammelt. QC76F05
Buchtipp
Hoffnung für Verzweifelte
Hannah Ritchie
Piper Verlag
ISBN 978-3492321914
382 Seiten, 12 Euro
Wir können was tun! Viele junge Menschen weltweit haben das Gefühl, dass sie um ihr Leben und ihre Zukunft kämpfen müssen: Wenn sie keine Hitzewelle erwischt, dann eben eine Dürre. Oder der Anstieg des Meeresspiegels, eine Hungersnot oder ein übermächtiger Hurrikan. Hannah Ritchie ist selbst jung und kennt dieses Gefühl. Doch sie argumentiert: Wir werden nicht zur letzten Generation gehören, sondern zur ersten. Zur ersten Generation, die die Umwelt in einem viel besseren Zustand übergeben wird, als sie sie vorgefunden hat. Ihre Botschaft macht Mut und basiert auf neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Dr. Hannah Ritchie ist Senior Researcher im Programm für globale Entwicklung an der Universität Oxford. Sie ist außerdem leitende Forscherin bei der einflussreichen Online-Publikation „Our World in Data“.













