Ein weltweit einzigartiges Gebäude zeigt, dass es möglich ist, Häuser mit kleinen Wald-Inseln zu klimatisieren. Das könnte die Zukunft für Privat- und Geschäftsimmobilien sein.

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Aus einem baumbepflanzten Innenhof strömt über eine Belüftung frische, sauerstoffreiche, angenehm kühlende Luft in den Raum. Die verbrauchte Luft wird in den nächsten Lichthof wieder ausgeleitet und dort wieder durch das spezielle Mikroklima der Bepflanzung mit Sauerstoff angereichert. Die kommunizierenden Lichthöfe ermöglichen auf diese Weise tatsächlich ein organisches Ein- und Ausatmen des Gebäudes, ersetzen die Klimaanlage, produzieren in ihrer Klimaperformanz die benötigte Kühle und Sauerstoff zum Atmen. Der Architekt, Landschaftsplaner und Professor Klaus Klaas Loenhart ist der Kopf hinter „Plant-Powered Systemdesign“ und er bringt die Vorteile seines Systems so auf den Punkt: „Durch die pflanzliche Performanz ist die Klimatisierung CO2– und energie-neutral. Plant-Powered Systemdesign ist der Schlüssel für eine saubere, pflanzenbasierte, erdölfreie und soziale Architektur.“ Bedeutet dies das Ende der Klimatisierung, wie wir sie kennen, und den Beginn einer neuen Art von Architektur? Was wie eine Utopie klingt, ist dank Prof. Loenharts Team mittlerweile Realität und lässt sich in der Grüne Erde Welt im österreichischen Almtal erleben. Grüne Erde, Hersteller von ökologischen Möbeln, Heimtextilien und Bekleidung, hat seine Werkstätten und Schauräume mit diesem Belüftungssystem ausgestattet. 13 bepflanzte Innenhöfe beatmen das große Gebäude mit Waldluft. Schaut man durch die großen Fenster ins Freie, beruhigt durch Blätter scheinendes Licht Geist und Seele. So profitieren nicht nur die MitarbeiterInnen von einem unvergleichlichen Raumklima. Auch Besucher können das Baum-Klima im Raum erleben, die architektonische Idee im Herzen und in die Welt tragen. Denn täglich werden Neubauten konzipiert, die von dem Prinzip der Pflanzen-Performanz profitieren könnten.

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