Die Furcht vor einer Ansteckung mit den Covid-19-Viren führt zu einer Flut von Verpackungsmüll. Es lohnt, der Umwelt zuliebe, auf Alternativen zu achten. 

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Gemäß einem aktuellen Bericht der Europäischen Umweltagentur EEA führte die Corona-Pandemie zu einem erhöhten Verbrauch von Einwegkunststoffen. Dabei geht es nicht nur um Masken, Handschuhe und Desinfektionsmittel in Plastikflaschen, sondern auch um die Einweg-Plastikbehälter für die Take-Away- und Lieferservices der Restaurants. Auch beim stark steigenden Online-Versandhandel sind viele Produkte in Plastik verpackt. Die EEA ist sich sicher: “Die Herstellung, der Verbrauch und die Entsorgung zusätzlicher Einwegkunststoffe werden größere Auswirkungen auf Umwelt und Klima haben.” Die schon lange bestehenden Plastikmüll-Probleme verschärfen sich durch Corona. Umso drängender wird der Einsatz von plastikfreien Alternativen. Gerade Start-Ups arbeiten an vielversprechenden Ansätzen. Die Augsburger Firma “Pack Verde” bietet für den Take-Away- Bereich beispielsweise Verpackungen aus Bagasse an, einem faserigen Überrest, der beim Auspressen von Zuckerrohr anfällt – also ein pflanzliches Abfallprodukt. Das britische Start-Up „Notpla“ hat eine geniale Verpackung für Flüssigkeiten erfunden. Das durchsichtige Material basiert auf Seetang und ist nicht nur genießbar, sondern auch kompostierbar und könnte zu einer umweltfreundlichen Alternative für Plastikbecher, -Flaschen oder -Säckchen werden. Bleibt zu hoffen, dass sich viele kreative Ansätze durchsetzen und Plastik gehörig Konkurrenz machen.

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