Noemi Kempe: Die ungeahnte Macht der Epigenetik

und die Bedeutung des Wassers

„Vielleicht war die Mutter der Zelle ein Wassertröpfchen“ vermutet  Dr. Noemi Kempe, Physikerin und Leiterin des Instituts für Biosensorik und Bioenergetische Umweltforschung (IBBU) in Lieboch bei Graz. Zellen sind die Elementarteilchen von allem Lebendigen; lebendige Organismen stellen komplizierte Systeme dar mit verschiedenen Hierarchien, die in den oberen Niveaus Eigenschaften aufweisen, die in den Untersystemen nicht vorhanden sind. Aufgabe der DNS in der Zelle ist die Langzeitspeicherung und Übergabe der Information über die Struktur der RNS (Ribonukleinsäure) und Eiweiße von Generation zu Generation. Die Epigenetik setzt sich mit vererbbaren Veränderungen der Genregulation ohne direkte Veränderung der DNA-Sequenz auseinander. Epigenetische Veränderungen können durch chemische oder physikalische Umweltfaktoren eingeleitet werden. Aber auch biologische, psychische und soziale Faktoren sind in der Lage, das Epigenom zu modulieren. „Wir haben ungeahnte Macht über unsere Gene und die unserer Kinder“, sagt Dr. Kempe. Denn „Vererbung ist die Informationsweitergabe an die nächste Generation.“ Und „mit Bewusstsein können wir das Epigenom“ verändern. Bei allen Prozessen in lebendigem Material spielt Wasser eine entscheidende Rolle. So besteht die Zellmasse zu 70 Prozent aus Wasser und sie behält ihre Form, weil Wasser in flüssiger Form praktisch nicht komprimierbar ist. Wasser hat Transportfunktion und ist in den Informationsprozess vollständig eingebunden. „Es ist unbedingt notwendig, gut aufzupassen, wie viel und was für Wasser getrunken wird“, gibt Dr. Kempe ihren Zuhörern mit auf den Weg.

www.ibbu.at  | QC33W01

Foto: Julia Schäfer

Die Vorträge zum Nachhören
Die in Bad Füssing am IV. Wassersymposium gehaltenen Vorträge gibt es in Kürze als Einzel-DVD (zum Preis von 5 Euro) oder als „Best-of“-Zusammenfassung (120 Minuten zum Preis von 10 Euro).

Vorbestellungen werden im Quell-Shop entgegengenommen.