Europäische Badegewässer – von ausgezeichneter Qualität

Sommer – Sonne – Baden. Das gehört einfach zusammen. Noch schöner, wenn das Badevergnügen unbeschwert sein kann. Nach einem Bericht der Europäischen Umweltagentur (EUA) verdienen mehr als 85 Prozent der in ganz Europa überprüften Badegebiete die Beurteilung „ausgezeichnet“.

Zum Vergleich 2011 lag der Anteil der Badegewässer mit “ausgezeichneter” Wasserqualität bei 78 Prozent. Ebenfalls erfreulich mehr als 96 Prozent der Badegebiete erfüllen die Mindestqualitäts- anforderungen gemäß den Vorschriften der Europäischen Union. Nach Ansicht von Hans Bruyninckx, Exekutivdirektor der EUA “…ist es ein ermutigendes Zeichen, dass mehr und mehr Badegewässer in ganz Europa die höchsten Qualitätsstandards erfüllen”. Die Zahlen bestätigen auch einen positiven Trend, danach wird die Wasserqualität der Strände und Badeplätze in ganz Europa seit 40 Jahren stetig besser.

Der EU-Bericht der jährlich erstellt wird, basiert jeweils auf den Bewertungen des Vorjahres. Insgesamt hat die Umweltagentur mehr als 21.000 Badestellen in den 28 EU-Ländern sowie in Albanien und der Schweiz untersucht. Die Analysen bieten einen guten Anhaltspunkt dafür, wo in diesem Sommer die besten Badegewässer mit der höchsten Wasserqualität zu finden sind.

Die Ergebnisse für jeden Badeort kann man mit Hilfe der von der EUA veröffentlichten aktualisierten interaktive Karte ermitteln. Über die jeweiligen Pop-up Fenster zu den Ländern und jeder Badestelle kann man detaillierte weitere Informationen aufrufen. Darüber hinaus sind aktualisierte Länderberichte und Informationen über die Badegewässerrichtlinie auf den Websites der EUA und der Europäischen Kommission über Badegewässer abrufbar. 

Deutschlands Badestellen über dem EU-Durchschnitt

Betrachtet man die Situation nur für Deutschland, so haben gut neun von zehn untersuchte Badegewässer eine ausgezeichnete Wasserqualität. Das liegt über dem EU-Durchschnitt. Von 2.300 untersuchten Badegewässern erfüllen 97,8 Prozent die EU-Mindeststandards.

Aber es gibt auch in Deutschland noch Badestellen, denen der Bericht eine mangelhafte Wasserqualität bescheinigt. Es sind aber nur fünf. Es handelt sich dabei um zwei Badeplätze in Lembruch an Niedersachsens zweitgrößtem See Dümmer, außerdem um den Finsterroter See in Wüstenrot und die Kocherbadebucht in Künzelsau. Außerdem ist am Ostseearm Strelasund zwischen Stralsund und der Insel Rügen eine Stelle in Tremt (Gemeinde Sundhagen) betroffen.

Weitere Ergebnisse

  • Alle erfassten Badegebiete in Österreich, Kroatien, Zypern, Estland, Griechenland, Litauen, Luxemburg, Lettland, Malta, Rumänien und Slowenien wiesen 2016 mindestens eine „ausreichende“ Qualität auf.
  • In fünf Ländern wurden 95 % der Badegewässer oder mehr mit „ausgezeichnet“ bewertet: Luxemburg (alle 11 Badegebiete), Zypern (99 % aller Badegebiete), Malta (99 % aller Badegebiete), Griechenland (97 % aller Badegebiete) und Österreich (95 % aller Badegebiete).
  • Im Jahr 2016 erhielten 1,5 % der Badegebiete die Bewertung „mangelhaft“, aber die Gesamtzahl dieser Badegewässer sank im Vergleich zum Vorjahr (2015).
  • Die höchste Zahl der Badegebiete mit schlechter Wasserqualität befanden sich in Italien (100 Badegebiete oder 1,8 %), Frankreich (82 Badegebiete oder 2,4 %) und Spanien (39 Badegebiete oder 1,8 %).

Der Bericht der Europäischen Umweltagentur (EUA) 

Quelle-Foto: Sabine Ratschiller