zeigen verbergen verhüllen. Schrein: Eine Ausstellung zur Ästhetik des Unsichtbaren

Das Kolumba Museum präsentiert eine Ausstellung zur Ästhetik des Unsichtbaren.  Die neue Jahresausstellung „zeigen verbergen verhüllen. Schrein“ ist – wie ihre Vorgänger – eine faszinierende Symbiose von alter und neuer, sakraler und weltlicher Kunst. Vom 15. September 2013 bis 24. August 2014 in Köln.  

Der Erzengel Gabriel bläst zur Jagd und treibt mit seinen Hunden das unbezwingbare Einhorn in den Schoß der Jungfrau Maria. Dies alles spielt sich in einem verschlossenen (Paradies-)Garten ab, mit seltsamen Blumen, einer versiegelten Quelle und einem verschlossenen Tor. „Viele der Symbole des Wandteppichs können wir heutzutage gar nicht mehr deuten“, sagt Stefan Kraus, Kurator des Kolumba-Museums, anlässlich der  Eröffnung der neuen Jahresausstellung.

Schon allein die aus dem 15. Jahrhundert stammende Applikationsstickerei „Mystische Jagd im verschlossenen Garten“ ist es wert, dem Kölner Kolumba Museum einen Besuch abzustatten.  Doch in jedem der 21 Räume warten weitere Attraktionen: von der Werk- und Formensammlung  Werner Schriefers mit Gebrauchsgegenständen des 20. Jahrhunderts bis hin zu den Zeichnungen und Bildern der amerikanischen Künstlerin Max Cole, die durch Klarheit und Tiefe meditative Impulse erzeugen. Herausragenden Höhepunkt bildet der Kirchenschatz aus St. Servatius aus Siegburg mit dem Schrein des Kölner Erzbischofs Anno. Der um 1183 entstandene Schrein ist eines der kostbarsten Goldschmiedewerke seiner Zeit. Seine architektonische Gestaltung und der Bezug zur Antike machen ihn zum Vorläufer des Dreikönigen-Schreins im Kölner Dom.

Auch wer mit Kirche eigentlich nichts am Hut hat, wird sich der Faszination des Kunstmuseums des Erzbistums Köln kaum entziehen können. Kolumbastr. 4, 506667 Köln, Öffnungszeiten: täglich außer dienstags 12-17 Uhr.