Wie ich mich fair kleide

Welche Kompromisse ich für faire Kleidung eingehe.

 

Ich heiße Sarah Fröhlich, bin 16 Jahre alt und versuche den Teil der Textilindustrie zu boykottieren, der Mensch und Natur ausbeutet. Im letzten Jahr habe ich mich viel mit den üblichen Arbeitsbedingungen in der Textilproduktion beschäftigt. Die Menschen verachtenden Umstände haben mich sehr betroffen gemacht, sodass ich diese Kleidung nicht mehr tragen möchte.Deshalb habe ich beschlossen mein Konsumverhalten grundlegend zu hinterfragen und zu ändern. Doch wie kann ich den unfair produzierenden Marken aus dem Weg gehen?

Es gibt die Alternative, in Fairtrade Shops einzukaufen, doch leider ist das Angebot dort für mich sehr begrenzt und teuer, das liegt an der geringen Nachfrage meiner Altersklasse. Dennoch ergibt es für mich Sinn, in eine hochwertige Fairtrade-Hose zu investieren, da sie mir länger erhalten bleibt. Somit kann ich das „Quantität statt Qualität“-System der ausbeutenden Hersteller durch nachhaltiges Wirtschaften umgehen. Außerdem bedeutet das für mich, Abstand zu dem ständigen Massenkonsum zu nehmen, der in den meisten Teilen unserer Gesellschaft selbstverständlich ist.

Wenn ich dennoch mit meinem geringen Budget konsumfreudig bin, schaue ich in Secondhandläden nach. Hier sind die meisten Kleidungsstücke zwar auch ursprünglich von boykottierungs-würdigen Herstellern produziert worden, diese unterstütze ich mit dem Kauf aber nicht und recycle dabei die Textilien.

Es kommt auch vor, dass ich mal keine alternative Lösung finde, aber etwas dringend brauche. Wenn ich in so einem Fall auf Hersteller zurückgreife, die menschenunwürdig produzieren lassen,  versuche ich mein Projekt nicht als gescheitert zu sehen, weil ich glaube, insgesamt das Richtige zu tun.