Für den Frieden beten

Wenn der Glaube sprichwörtlich Berge versetzen kann, so kann das Beten für den Frieden helfen.

„Vertrauen in die gute Kraft, die dem Leben dient“, schreibt der Vorstand des Augsburger Gebetshauses Johannes Hartl in seinem Buch „Garten Eden“. „Vertrauen ist das Fundament lebensfördernder Kultur.“ Aber das Grundproblem des Menschen liegt darin, „dass er sich zwar nach Verbundenheit, Sinn und Schönheit sehnt, sich aber in einem Akt des Misstrauens von der Quelle all dessen abgeschnitten hat. Aus dieser tiefen Spaltung heraus hat er ein Lebenskonzept entwickelt, das immer wieder neue Spaltung, neue Sinnlosigkeit und die Zerstörung des Schönen hervorbringt.“ Das Misstrauen zu überwinden, an das Gute zu glauben  lässt Hoffnung wachsen. Dabei ist Hoffnung nicht die Erwartung, dass die eigenen Wünsche in Erfüllung gehen, sondern vielmehr ein Offensein für das, was kommen wird und das Vertrauen darauf, es bewältigen zu können. Hoffen ist ein Vertrauen auf die eigene innere Stärke und darauf, an den Widrigkeiten nicht zu zerbrechen.

Gemeinsam gebetet für die Ukraine  wurde  am 1. März  wieder von 17 bis 18 Uhr im Gebetshaus  und das gemeinsame Gebet wird auf YouTube gestreamt. Jeden zweiten  DonnerstagAbend wird das Gebetshaus und alles, wofür es steht, in einem Mix aus Lobpreis, Lehre und Gebet erfahrbar. Im ersten Stock des Gebetshauses treffen sich über 300 Menschen unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher konfessioneller Herkunft, um gemeinsam Gott zu begegnen. Die Veranstaltung von 19:30 bis ca 22:00 wird live auf YouTube übertragen.

Dass das Beten auch politische Berge versetzen kann, zeigte die Gebetsstrategie für die Neutralität Österreichs nach dem 2. Weltkrieg.  Tatsächlich beschloss Österreich seine immerwährende Neutralität am 26. Oktober 1955 in einem eigenen Bundesverfassungsgesetz. Wenn ein Land  neutral ist, – z.B. Irland, Schweden, die Schweiz oder Österreich –  bedeutet das, dass sich dieses Land nicht in Kriege anderer Länder einmischt oder gar an Kriegen anderer Länder teilnimmt. Viele Länder haben sich für die Neutralität entschieden, In Europa z.B. Irland, Schweden, die Schweiz oder Österreich. So schreibt die Initiative „Österreich betet gemeinsam“ :“ Die Früchte, die vor Gott bestehen können, wachsen dort, wo Friedensstifter eine Saat des Friedens säen“.

Eine Gebetskette für die Ukraine und alle, die unter Krieg und Gewalt leiden, ist für den Weltgebetstag geplant.

Gott der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft,

Unsere Gedanken und Gebete
sind bei unseren Schwestern und Brüdern
in der Ukraine und den umliegenden Ländern
in ihrer Angst und Not.

Wir beten auch für alle anderen Regionen der Welt,
in denen es Konflikte, Unruhen oder Unterdrückung gibt.

Wir beten, dass Versöhnung Hass entwaffnet
Frieden Krieg besiegt
Hoffnung Verzweiflung überwindet,

und dass deine Pläne des Friedens in Erfüllung gehen.

4. März 2022