Wasser-Qualitäten

Vom unbehandelten Quell-Wasser bis hin zum industriell bearbeiteten Massen-Wasser gibt es eine große Bandbreite an Wasser-Qualitäten. Der Trend zum Quell-Wasser lässt sich auch mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen von Professor Gerald Pollack erklären.

„Raw Water“ – rohes Wasser – lautet ein neuer Trend, der in Kalifornien derzeit um sich greift. Vor allem in wohlhabenden Gegenden wie das Silicon Valley oder San Francisco gehen immer mehr  gesundheitsbewusste Konsumenten dazu über, sich vollkommen unbehandeltes Wasser zu kaufen. Wasser also, das direkt von der Quelle kommt, nicht gefiltert, nicht sterilisiert oder anderweitig behandelt wird. „Raw Water“ wird in 11-Liter-Flaschen geliefert und dafür sind die Verbraucher bereit, tief in die Taschen zu greifen: 37 Dollar pro Flasche lassen es sich die Konsumenten in Amerika kosten, um auf diese Weise vom chlorierten und fluorierten Leitungswasser unabhängig zu werden.

Die vierte Phase des Wassers
Möglicherweise hängt dieser Run auf „Raw Water“ auch mit den Erkenntnissen von Gerald H. Pollack von der University of Washington zusammen. Mit dem Titel „The Fourth Phase of Water“ sorgte der Professor für Bioengineering 2013 für Furore. In zahlreichen Experimenten mit Wasser hatte Pollack herausgefunden: Wasser kann einen vierten Aggregatszustand annehmen – neben seiner flüssigen, gefrorenen und dampfenden Form. Es handelt sich dabei um absolut reines Wasser mit spezifischer elektrischer Ladung und flüssigkristalliner Struktur. Professor Pollack fand heraus: Die vierte Phase des Wassers bildet sich an Oberflächen, die stark mit Wasser in Wechselwirkung treten, so genannten „hydrophilen“ Oberflächen. Zu solchen hydrophilen Oberflächen zählen auch Zellwände. In Experimenten hat Professor Pollack mittlerweile gezeigt: Wie eine Batterie kann dieser besondere Zustand des Wassers biologische Prozesse antreiben. Die Entdeckung der vierten Phase des Wassers ist revolutionär, denn damit lassen sich viele biolo- gische Phänomene erklären. Schon in seinem Buch „Cells, Gels and the Engines of Life“ hatte Pollack die zentrale Rolle von Wasser für die Zellbiologie beschrieben. Viele Wirkungen therapeutischer Behandlungen lassen sich durch die vierte Phase des Wassers erklären und der Mensch kann demnach eine ganze Menge tun, um seine Körperbatterien aufzuladen: Sonnenbaden, Saunen, Barfuß-Laufen, sich gesund ernähren und lebendiges Wasser trinken. All diese Maßnahmen führen dem Körper negative Ladung zu und in Sachen Ladung ist „negativ biologisch positiv“, sagt der österreichische Wasser-Experte Dr. Walter Medinger. „Während der Geschichte wurden vielerlei Wässer als Heilmittel angesehen“, konstatiert Professor Pollack. Etwa Wasser aus dem französischen Wallfahrtsort Lourdes, vom Ganges – dem heiligen Fluss der Inder – oder das legendäre Hunza-Wasser. „Möglicherweise bringen Wässer, die reich an EZ-Wasser sind, einen höheren Gesundheitsnutzen“, so folgert der amerikanische Wissenschaftler. (Erklärung EZ-Wasser siehe auch „Die biologische Batterie). Wasser aus dem Hochgebirge enthält Gletscherschmelze und Schmelz-Wasser wiederum enthält hohe Konzentrationen von EZ-Wasser. Arteser Wasser wird mit natürlichem Druck nach oben gepresst und Professor Pollack geht davon aus, dass dieser Druck Wasser in EZ-Wasser umformt. Auch verwirbeltes Wasser, das noch in Bewegung ist, zeigt Anteile von EZ-Wasser. Damit existieren eine Reihe von Erklärungen dafür, warum sich einige Wässer in Bezug auf ihre Gesundheitseffekte von anderen Wässern unterscheiden. „Wasser ist nicht nur H2O“, schreibt Professor Pollack. Damit schließt sich der Kreis zu dem legendären Wasser-Forscher Viktor Schauberger, einem der Pioniere des „Lebendigen Wassers“. Schauberger hat mit anderen Worten das ausgedrückt, was Pollack nun wissenschaftlich belegt hat.

Wasser als universelles Heilmittel?
Die vierte Phase des Wassers könnte für die Gesundheit der Menschen eine wichtige Rolle spielen. Derzeit bemüht sich Professor Pollack um Forschungsgelder. „Wer weiß? Vielleicht wird EZ-Wasser die nächste Wunderdroge?“, so beschreibt Professor Pollack das Potenzial der vierten Phase des Wassers. Während in den USA die Erkenntnisse bezüglich „Raw Waters“ langsam in das Bewusstsein der Konsumenten eintröpfeln, ist man in Deutschland schon viel weiter. Hierzulande kann man bereits seit 23 Jahren weitgehend unbehandeltes Wasser in Form von „lebendigem Wasser“ kaufen. Johann Abfalter, Seniorchef der St. Leonhards Quellen, hatte es sich schon damals zur Aufgabe gemacht, Bewusstsein für „lebendiges Wasser“ zu schaffen. In Amerika wäre er seiner Zeit weit voraus.

Die biologische Batterie 
Professor Pollack bezeichnet den vierten physikalischen Zustand des Wassers auch als „Ausschlusszonenwasser“oder „EZ-Wasser“ (vom amerikanischen: „exclusion zone“, abgekürzt „EZ“). Die Ausschlusszone verdankt ihren Namen der Tatsache, dass sie praktisch alles ausschließt: Ähnlich wie bei Eis beinhaltet das Wasser in dieser Phase keine Partikel oder gelösten Stoffe. Zudem fanden die Forscher rund um Professor Pollack heraus, dass die Ausschlusszone negativ geladen ist. Diese negative Ladung bildet sich durch die Trennung der Wassermoleküle in negative und positive Komponenten. Die negativ geladenen Komponenten bilden die Ausschlusszone; sie schaffen eine geordnete, flüssigkristalline Zone, die an die hydrophile Oberfläche anschließt. Die positiv geladenen Komponenten sind in dem Wasser außerhalb der Ausschlusszone (EZ) gelöst. Aufgrund dieser Ladungstrennung hat dieses System Eigenschaften wie eine Batterie und kann Energie speichern.

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Bildnachweis: Monika Frei-Herrmann

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