Wasser, bewegt

Im Museum Haus Löwenberg in Gengenbach läuft vom 12. Juli bis 02. November 2014 eine begeisternde Ausstellung. Prof. Dr. Bernd-Helmut Kröplin zeigt dort seine Tropfenbilder und Alexander Lauterwasser seine Wasserklangbilder. Tauchen Sie ein in die faszinierende Welt im Tropfen.

Auf der Suche nach einem Stoff, der kaum messbare Feldeinwirkungen abbilden kann, wie sie beispielsweise auf die Astronauten einwirken, fanden Prof. Bernd-Helmut Kröplin und sein Team einen sensiblen Stoff: das Wasser. Ob Quellwasser, Mineral- und Leitungswasser, menschliches “Körperwasser” wie Blut und Speichel, aber auch Pflanzenwasser und homöopathische Essenzen: Jedes Wasser hinterlässt unter dem Dunkelfeldmikroskop sein eigenes Bild. Auch Einwirkungen durch Handystrahlung, Röntgen, Musik und Interaktion mit anderen Wässern verändern das Tropfenbild. Besonders interessant sind die Einwirkungen des Auftropfens auf das Wasser. Merkt sich das Wasser, womit es in Berührung kommt? Speichert es Informationen? Beteiligt es sich darüber an der Steuerung der Organismen? Prof. Dr. Bernd-Helmut Kröplin war von 1988 bis 2010 Professor und Institutsleiter am Institut für Statik und Dynamik der Luft- und Raumfahrtkonstruktionen (ISD) an der Universität Stuttgart. Er und sein Team entwarfen und bauten das erste solarangetriebene Luftschiff der Welt: “Lotte”. Im Jahr 1999 bekam er für seine Idee der Höhenplattform für Telekommunikation  den europäischen Wissenschaftspreis. Durch sein Interesse, ob und wie geringe elektromagnetische Strahlen auf den menschlichen Organismus wirken und wie sie sichtbar gemacht werden können, begann seine Forschung “Welt im Tropfen”. Seit mehr als 15 Jahren forschen er und seine Mitarbeiter an der Informationsübertragung im Wasser. Das hier gezeigte Bild zeigt Weihwasser aus der Ausstellung “Welt im Tropfen”.

Großformatige Fotos von überwältigendem ästhetischen Reiz zeigt Alexander Lauterwasser mit seinen “Wasserklangbildern”. Im Wasser zeigen Schwingungen eine gesteigerte Wirkung. Ein Wassertropfen beginnt sich bei bestimmten Frequenzen zu bewegen. Es entstehen einheitlich schwingende Felder, deren Ordnungsprinzipien eine erstaundliche Verwandtschaft mit unterschiedlichsten Mustern und Strukturen der Natur aufweisen. Sollten vielleicht alle sichtbaren Formen der Welt Ausdruck zur Ruhe gekommener Schwingungen oder erstarrter Klänge sein, wie es der Dichter Novalis ausdrückte? Alexander Lauterwasser ist der Sohn des renommierten Musik- und Konzertfotografen Siegfried Lauterwasser. Er studierte Philosophie und Psychologie, arbeitet mit Jugendlichen in der Drogentherapie. Seit 1984 beschäftigt er sich intensiv mit Fragen organischer Formen und erforscht die Gestaltungsprozesse von Schwingungen, Klängen und Musik.

Ort: Haus Löwenberg, Hauptstr. 13, 77723 Gengenbach

Zeit: von 12. Juli bis 02. November 2014. Freitag bis Sonntag und Feiertage 14.00 bis 18.00 Uhr, Sonderöffnungszeiten und Führungen nach Vereinbarung. Ausstellungs-Eröffnung am Samstag, den 12. Juli 2014 um 16.30 Uhr.

www.museum-haus-loewenberg.de