Rapunzel FOODprint-Aktion gegen Gentechnik

Rapunzel Naturkost hat mit einer breiten Allianz an Unterstützern die Initiative “FOODprint – Ich stehe auf Essen ohne Gentechnik” – ins Leben gerufen. Auf der Podiumsdiskussion bei der Nürnberger  Biofach-Messe 2018 zeigten die Experten die großen Risiken auf, die sich durch die im Raum stehende Aufweichung  der Gesetzgebung im Bereich der Gentechnik ergeben würden.

von links nach rechts: Hubert Heigl (Präsident Naturland e.V.), Dr. agrar Eva Gelinsky (IG Saatgut), Renate Dylla (stellvertretende Geschäftsführerin AÖL) Harald Ebner (Bündnis 90 / Die Grünen, MdB, Sprecher für Gentechnik- und Bioökonomiepolitik), Joseph Wilhelm (Rapunzel Naturkost GmbH) und
Moderatorin  Eva Heusinger (Rapunzel  Naturkost GmbH)

Gerste, Raps, Mais, Soja, Champignon und Kartoffeln gehören zu den Kulturen, die bereits mit Verfahren der Neuen GenTechnik (NGT) – auch Genome Editing genannt – verändert werden.
Bisher ermöglichen die Standards der EU und das Vorsorgeprinzip den Schutz der gentechnikfreien Lebensmittelerzeugung sowie die Reinhaltung von Saatgut. Diese Standards sind nun in Gefahr.

Joseph Wilhelm von Rapunzel engagiert sich seit Jahrzehnten gegen Gentechnik und organisierte bereits Genfrei-Gehen Märsche nach Berlin und Brüssel und sogar in der USA. Im aktuellen Positionspapier fordern alle Teilnehmer der Initiative FOODprint die Politik dazu auf, aktiv zu werden. So lauten die Forderungen beispielsweise, dass Genome-Editing-Methoden offiziell reguliert und deren Produkte eindeutig gekennzeichnet werden, aber auch, dass bäuerliche und ökologische Züchtung gefördert werden sollen, um die biologische Vielfalt zu erhalten und zu fördern.

Rapunzel, Bioland, Demeter, Naturland, Biokreis, Bingenheimer Saatgut AG, IG-Saatgut oder Sativa Rheinau AG werden die langen und schön bunten Stoffbahnen dem neuen Bundeslandwirtschaftsminister (oder der neuen Landwirtschaftsministerin) persönlich aushändigen. Seit dem Eine Welt Festival 2017 bei  Rapunzel  im September 2017 läuft die  Foodprint-Aktion, nun auch auf Fachmessen wie der Biofach in Nürnberg.

Auch das Quell-Redaktions-Team hat mit dem Foodprint  Position bezogen.

Jeder kann  auch von zuhause aus  an der Aktion mitmachen – nicht nur mit echtem Fußabdruck, sondern auch online mit digitaler Unterschrift oder auch per Post – über die Unterschriftenliste, die bei Rapunzel online zum Ausdruck zur Verfügung steht. Jede Stimme zählt. Vielen Dank für Ihre Beteiligung.

Hier finden Sie mehr Hintergrund-Informationen über die Rapunzel FoodprintAktion und alle Unterstützer

Bilder: Martina Guthmann, Heike Kirsten, Rapunzel