Plastikfreies Geschirr für unterwegs

Anfang Juli  2021 tritt das Verbot von Einwegplastik in Kraft. In der Gastronomie und im privaten Gebrauch dürfen Geschirr, Besteck, Strohhalme, usw. aus Kunststoff nicht mehr genutzt werden. Das ist eine sehr gute Nachricht für die Natur.

Der Bedarf an Produkten für den To-Go-Einsatz und für Picknicke bleibt jedoch bestehen. Es gibt bereits viele Ersatzprodukte, beispielsweise aus Pappe oder Maisstärke. Diese sind jedoch oft aufwendig aus mehreren Rohstoffen gearbeitet und weisen, unter Beachtung des Wasserverbrauchs, der Waldrodung und der Transportwege, nicht die beste Klimabilanz auf.

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Teller aus Blättern der Areca-Palmen in Nepal sind ebenso einfache wie geniale Ersatzprodukte: Einzig und allein mit Wasser gewaschen und mit Hitze in Form gepresst, kann aus abgefallenen Areca-Palmblättern wunderbares Geschirr entstehen. Die Palmen können bei diesem Herstellungsprozess unbeschadet weiterwachsen, und das Wasser bleibt dabei so sauber, dass es später in der Tiertränke landet. Diese tolle Idee stammt vom sozialökonomischen Unternehmen Pléta. Einer der zwei Gründer, Paul Harazim, lernte in seinen Nepal-Aufenthalten Kultur und Menschen kennen. Ihm fiel auf, dass für die Mahlzeiten oft getrocknete Palmblätter als Teller genutzt werden. Zusammen mit seinem Geschäftspartner Adem Serilmez entwickelt er diese Idee weiter und gründet vor etwa einem Jahr Pléta in Dorsten/NRW. Sie starteten mit einer Crowdfunding-Kampagne und beliefern heute erfolgreich deutschlandweit Privatkunden und Gastronomiebetriebe. Neben Tellern und Schalen enthält das Sortiment von Pléta auch Pommesschalen, Löffel, und Schalen mit Deckel, die sich ideal für den To-Go-Einsatz in der Gastronomie eignen. Auch für Wanderungen, Ausflüge und Picknick eignet sich das Pléta-Geschirr aus Areca-Palmblättern ideal.

Soziales und Fairness liegt Pléta sehr am Herzen: Für Frauen in Nepal gibt es kaum Arbeitsplätze, ihr Leben wird häufig von Armut, Unterdrückung und Gewalt bestimmt. Die Situation für Nepalesinnen hat sich durch die Corona-Pandemie noch mehr verschlechtert. Die Produkte von Pléta werden in Nepal von Nepalesinnen für faire Löhne unter guten Arbeitsbedingungen und in einem herzlichen Umfeld produziert. Dreizehn Frauen stellen die Teller für Pléta her. Dieser Arbeitsplatz ermöglicht ihnen, unabhängig und selbstständig zu sein. Das ganze Team steht stets in engem Kontakt, und das Wohlbefinden der Mitarbeiterinnen steht im Vordergrund.

 

11. Mai 2021
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