Hügelbeet-Bewegung

Seit Karin Frank vor zwei Jahren ihre ersten Hügelbeete im oberbayerischen Piesenhausen anlegte, entsteht daraus eine Bewegung, die immer mehr Menschen dazu aktiviert, sich mit Permakultur auseinanderzusetzen und selbst zum
Hügelbeet-Gärtner zu werden. So formierte sich im vergangenen Jahr ein weitläufiger Permakultur-Gemeinschaftsgarten auf dem Areal des Traunsteiner Studienseminars St. Michael – an dem Ort, wo der emeritierte Papst seine Schulzeit verbrachte.
Hügelbeete haben es in sich: Sie sind aufgebaut aus den natürlichen Materialien der Umgebung, wie Holzstämme, Äste, Laub, Pferdemist und Humus. Hügelbeete haben den Vorteil, dass sie nach ihrem Aufbau pflegeleicht sind, sich selbst nachhaltig düngen und im Idealfall auch nicht gegossen werden müssen.
In diesem Jahr sind es nun schon zehn Hügelbeet-Projekte, bei denen sich die Permakultur-Designerin Karin Frank engagiert: Besonders aktiv sind die Katholiken in Traunstein. Dort entstand auf dem Areal von Heilig Kreuz ein weiterer Schöpfungsgarten. Damit wollen die Gläubigen im Sinne von Papst Franziskus ihrer Wertschätzung für die Schöpfung Ausdruck verleihen. Auch in Frankfurt sind auf kirchlichen Grundstück zwei Hügelbeete entstanden: in St. Hedwig in Griesheim und im Garten der Casa San Antonio in Rödelheim.

Am Umbau der Welt zum Garten kann sich jeder beteiligen. Und so entstehen derzeit Schöpfungsgärten etwa am Hochberg bei Siegsdorf, am Göttersberg oder in einem Wald-Garten bei Friedolfing.

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Beitrag: Vom brachen Feld zum fruchtbaren Garten