“Green Bathroom” ist ein Zukunftskonzept, das wasser- und energiesparende Produkte, umweltschonende Industrieproduktion und ein langlebiges Design miteinander kombiniert – und dabei auch ein Gefühl von Naturverbundenheit vermittelt.

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Für Hersteller aus dem Sanitärbereich bedeutete das Thema Nachhaltigkeit in der Vergangenheit vor allem Wassersparen – wassersparende Armaturen oder verkleinerte Badewannen. Für den Hersteller Kaldewei hat Nachhaltigkeit jedoch auch viel mit den verwendeten Materialien zu tun. Sie sollen langlebig und wiederverwertbar sein. Derzeit werden noch 12.000 Tonnen Acryl pro Jahr in deutschen Bädern verbaut. Acryl lässt sich nicht wiederverwerten und ist nach dem Gebrauch ein Fall für den Sondermüll. Weil aber kaum ein Konsument den Unterschied zwischen einer Acryl- und einer Stahl-Emaille-Badewanne kennt, geht es darum, die Kunden für die Materialien zu sensibilisieren. “Unsere Aufgabe ist die Kommunikation. Denn wenn der Kunde verstanden hat, was er in Sachen Materialien bewegen kann, dann wird es einfacher” sagt die Kaldewei-Marketingexpertin Yvonne Piu. Mehr als 10.000 Materialien zur Ansicht und zum haptischen Ausprobieren bietet beispielsweise die Stuttgarter Firma Raumprobe. “Multisensorische Eigenschaften spielen gerade im Bad eine große Rolle”, sagt Raumprobe-Geschäftsführer Hannes Bäuerlein. “Wir erleben Materialien vom Arsch bis zur Fußsohle”, so erklärt er.

Laut einer Studie wollen Menschen ganz klar Nachhaltigkeit – auch im Bad. Die gute Nachricht: “Nachhaltigkeit muss nicht unbedingt teurer sein”, so Dr. Susanne Sollen von der Firma Burgbad AG. Ein Beispiel dafür: Die Echtholzkollektion “Max” (siehe Foto) verbindet Nachhaltigkeit mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis

Für Wolfgang Burchard vom Verband Deutscher Maschinen – und Anlagenbau (VDMA) steht in Sachen Nachhaltigkeit die Trinkwasserqualität im Mittelpunkt. Die deutsche Armaturenindustrie kümmert sich schon seit zehn Jahren um dieses Thema. “Der Wasser soll auch im Bad sehen, was er an Ressourcen und Energie verbraucht”, so sagt er

Vielfältig sind die Themen, die bei einer nachhaltigen Bad-Gestaltung zu beachten sind. Die experimentelle Plattform Pop up my Bathroom, eine Initiative der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft e.V. (VDS) und der Messe Frankfurt zur ISH, zeigt, welche Möglichkeiten das Bad als ästhetischer und funktionaler Raum für die Menschen noch bereithält. Mehr Infos unter: www.pop-up-my-bathroom.de

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