Flüchtlingshilfe in Frankfurt: So isst Kirche

„So ist Kirche“, sagt Johannes zu Eltz. „So isst Kirche“, sagen die ehrenamtlichen Helfer bei dem mittlerweile gut etablierten Mittwoch-Mittagessen inder Gemeinde St. Ignatius in Frankfurt. So ist und isst Kirche wirklich, denn was kann typischer für ein Mittagessen sein, als Martinsgans am Martinstag. Deutschkurs hin- oder her, vom Martinsfest hatten die jungen Flüchtlinge noch nie etwas gehört. Das war ihnen anzusehen. Aber Gänsekeulen mit Rotkohl, Kartoffeln und Reis, da braucht es nicht viel Verständigung, da sprudeln die Vokabeln fast wie von selbst: „Lecker!“

„So ist Kirche“ sagte Stadtdekan Johannes zu Eltz, der an diesem Mittwoch in St. Ignatius vorbeischaute und auf den Zusammenhang zwischen dem Heiligen Martin und dem was die ehrenamtlichen Helfer jetzt seit einigen Wochen Mittwoch für Mittwoch auf die Beine stellen, hinwies.

Einige Jugendliche, die wir in den vergangenen Wochen regelmäßig bei den Mittagessen begrüßen konnten, haben Frankfurt mittlerweile verlassen, verlassen müssen. Weitere werden wahrscheinlich folgen. So sieht es das derzeitige Verfahren mit den jungen unbegleiteten Flüchtlingen vor. Unsere guten Wünsche begleiten sie. Die Mittagessen gehen weiter und die vielen Helfer werden jeden willkommen heißen, der mittwochs den Weg in den Pfarrsaal findet. So soll Kirche sein, so ist Kirche.

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Foto: Doris Wiese-Gutheil