Filmtipp “Code of Survival” – Wachrütteln gegen Gentechnik und den Einsatz von Glyphosat

Dieser Film aus dem Jahr 2016 hat  mich bereits auf dem Fünfseen-Filmfest sehr beeindruckt – nun weisen wir aus aktuellem Anlass – Glyphosat ist für weitere 5 Jahre  zugelassen – wieder auf den mehrfach ausgezeichneten Film hin. 2016 und 2017 hat Code of Survival  zahlreiche Awards erhalten,  unter anderem gehörte er auch zu den Finalisten des  Golden Tree Awards und vor kurzem erhielt er auch den Salus-Medienpreis: Mit dem Salus-Medienpreis werden Veröffentlichungen ausgezeichnet, die sich kritisch mit den Risiken und Auswirkungen der Agro-Gentechnik beschäftigen oder der Frage nachgehen, welche Chancen eine ökologische und gentechnikfreie Landwirtschaft für eine gesunde Lebensweise eröffnet. Der Otto-Greither-Sonderpreis ist nach sechs internationalen Auszeichnungen für den Produzenten und Regisseur Bertram Verhaag ein Preis aus seiner  Heimat. Trotz beeindruckender Pionierarbeit von Biobauern und Permakultur-Engagierten – auch in Deutschland ist der Einsatz von Glyphosat vielerorts eine lebensgefährliche Selbstverständlichkeit, die uns alle betrifft.

Darum geht es in Code of Survival: Millionen Tonnen von Monsantos „Roundup“ mit seinem Hauptwirkstoff Glyphosat werden Jahr für Jahr weltweit auf Felder ausgebracht. Diese Giftwaffe wird jedoch stumpf, denn die Natur bildet resistente Unkräuter, die sich in biblischen Ausmaßen vermehren und nun ein Superwachstum an den Tag legen, das Nutzpflanzen überwuchert und abtötet. Dieser Form der zerstörerischen Landwirtschaft setzt der Produzent und Regisseur Bertram Verhaag drei nachhaltige Projekte entgegen:  Die Teeplantage AMBOOTIA in Indien in der überwältigenden Landschaft von Darjeeling/Himalaya. In 2000m Höhe rettet nachhaltige ökologische Landwirtschaft eine ganze Region. Die ökologische Anbauweise verhindert das Abrutschen der durch den Kunstdüngereinsatz erkrankten Teegärten.   Inmitten der Wüste gründete  Ibrahim Abouleish bereits vor 40 Jahren  seine biologische Farm SEKEM. Das Projekt SEKEM, für das Abuleish den alternativen Nobelpreis erhielt, beweist eindrücklich, wie man Wüste in fruchtbaren Boden verwandeln kann  wie es funktioniert. Der unbeugsame Bayer FRANZ AUNKOFER war einer der ersten Biobauern Deutschlands – auf alle Fälle aber der erste biologische Schweinemäster. Durch seine Pionierarbeit erwirtschaftet er inzwischen denselben Ertrag, wie im konventionellen Anbau – ohne einen Tropfen Gift. Nur der Bauer sollte an der Landwirtschaft verdienen und nicht die Chemiegiganten. In der eindrücklichen Montage wird die heilende Kraft der ökologischen Landwirtschaft den Auswirkungen des giftgestützten Anbaus entgegengesetzt. CODE OF SURVIVAL zeigt die wahren Überlebens-Chancen auf für unserem Planeten.

Seit Juni 2017 läuft Code of Survival  bundesweit in den Kinos.  Alle Termine finden Sie auf der Website: http://codeofsurvival.de/index.php/kino-liste.

Aktuell werden für die Petition „Bundesregierung: Stoppt die Verlängerung der Zulassung von Glyphosat!” immer noch Unterschriften gesammelt.  Hier können Sie mehr über die Petition erfahren.

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