Buch-Tipp: Die Wege des Honigs

Eine faszinierende Reise der anderen Art kann man mit dem Bildband „Die Wege des Honigs“ antreten.

Der Abenteurer und Bienenfotograf Éric Tourneret entführt den Betrachter mit atemberaubenden Fotos aus dreiundzwanzig Ländern. Die in zehn Jahren entstandenen Fotografien zeigen ein farbenprächtiges, überwältigendes Bild von menschlichen Kulturen, die seit undenklichen Zeiten mit den Bienen und dem Honig leben: Wie die Honigsammler des Volks der Mbendjélé aus dem Kongo, die 50 Meter hohe Acajoubäume hinaufklettern oder die Adivasi in Indien, die inmitten einer Wolke aus Riesenbienen die Felswände hinabsteigen. Ergänzend zu den Reiseimpressionen die Éric Tourneret unterstützt von Sylla de Saint Pierre schildert, gewähren elf Wissenschaftler Einblicke in bisher unbekannte Aspekte dieser genialen Insekten und den Gefahren, denen sie ausgesetzt sind.

Gefährdet ist auch die vielfältige Pracht dieser „Welt des Honigs“, durch Abholzung und Pestizideinsatz. Das Buch ist deshalb auch ein Aufruf, die Regenerationsfähigkeiten der Natur zu bewahren und die Vielfalt der kulturellen Praktiken der Völker zu respektieren.

Éric Tourneret, Sylla de Saint Pierre
Die Wege des Honigs
352 S., 311 Farbfotos, 25 farbige Zeichnungen, aus dem Französischen von Claudia Ade
EUR 49,90
Stuttgart: Verlag Eugen Ulmer, 2017
ISBN 978-3-8001-5955-0