Biosophie: Nahrung und Gewalt

Portrait - Basile

Basile Teberekides, Ökologe und Pionier der Bioszene, hat eine „biosophische“ Denkrichtung begründet und macht sich für Quell Gedanken über die Wichtigkeit der Ernährung für unser Leben.

„Es mag vielleicht verwundern, dass zwei so offensichtlich unterschiedliche Begriffe in Verbindung gebracht werden. Die Gewalt im Profanen, die ganzen Kriege, die ganzen Aufstände, die ganzen Revolutionen, als auch die subtilere Gewalt, die wir tagtäglich unseren Kindern, unseren Partnern, unseren Mitarbeitern, mit ihren vielerlei Formen antun. Die unsägliche Gewalt, die wir unseren Mitgeschöpfen, die ganze Grausamkeit, ja die Verachtung die wir an diesen Lebewesen zu Tage legen, nimmt uns jede Legitimation uns als zivilisiert zu bezeichnen.
Was hat das nun mit Nahrung zu tun – würde man sich fragen. Wir wissen, dass bestimmte Substanzen, wie Pestizide, Fungizide und dergleichen, so wie Glutamate, die nachweislich unsere Gehirne schrumpfen lassen, die maßgeblich (auch nachweislich) die Ursachen für so schwere Krankheiten wie Krebs, Herzerkrankungen, Osteoporose und das ganze Arsenal der Zivilisationskrankheiten sind.
Wenn nun mal erkannt wird, dass Lebensmittel in unmittelbarer Verbindung mit Krankheiten zu sehen sind, drängt sich doch die Frage auf, ob sie unsere Handlungsweisen, unsere Gemüter, unsere Gefühlslagen wo möglich genauso beeinflussen.
Dann würde es zur Aufgabe eines aufgeklärten Menschen gehören, herauszufinden, welche Lebensmittel, welcher Treibstoff (denn das Gefährt fürs Leben ist nicht das Auto sondern der Körper) der richtige für ihn ist.
Dann würden wir erkennen, dass Gewalt auch da anfängt, wo wir unachtsam mit uns selber umgehen und dadurch unseren Organen, unseren Zellen, ja unserer Gesundheit Gewalt antun. Und wenn diese Gewalt in uns drin ist, dann wird sie sich auch nach außen manifestieren.
Und wenn wir als Menschen, als Gesellschaft, diesen Zuständen voller Gewalt, voller Aggression ein Ende bereiten wollen, ist sicherlich die Ernährung nicht der einzige Heilsbringer, aber schon eine Basis für ein gutes Gelingen. Das ist ein Ziel.“     Basile Teberekides

Foto:  Benno Klandt | Monika Frei-Herrmann

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