Wasser, wie es unsere Erde formt – sehenswerte Ausstellung in München

Im Münchner Museum Mensch und Natur läuft noch bis zum 3. Juni 2018 eine besondere Ausstellung zum Thema Wasser mit beeindruckenden Aufnahmen des nassen Elements. Die Sonderausstellung ” Wasser – wie es unsere Erde formt” zeigt  Fotografien von Bernhard Edmaier und viele weitere Exponate zum Thema Wasser als Landschaftsgestalter.

Wasser als Landschaftsgestalter
Wasser ist ein besonderer Stoff und prägt unseren Planeten wie kein anderes Element. Flüssig, gefroren zu Eis und als Wasserdampf ist Wasser stets in Bewegung. Es zermürbt selbst harten Fels mit der Zeit, transportiert Steine und Sand Kilometer weit und lagert die Fracht an anderer Stelle wieder ab. Der Klimawandel beschleunigt all diese Prozesse und wird die Verteilung von flüssigem und gefrorenem Wasser drastisch verändern.

Wasser in Fotografien festgehalten
Die ausdrucksstarken, großformatigen Fotografien von Bernhard Edmaier präsentieren Wasser von einer bisher kaum wahrgenommenen Seite – als die wichtigste landschaftsgestaltende Kraft auf unserer Erde. Es sind zumeist Luftbilder, die in den verschiedensten Regionen der Erde aufgenommen wurden. Es sind aufsteigende Wolkentürme, helle Sandfächer

West Kimberley Coast 0331

in grün schimmernden Seen oder driftende Eistrümmer in trübem Gletscherwasser. Die 45 großformatigen Aufnahmen gliedern die Ausstellung in drei Kapitel: Wasser in seinen drei Aggregatszuständen flüssig, fest und gasförmig, Wasser, das destruktiv, transportierend und konstruktiv sein kann und schließlich der Klimawandel, der diese Prozesse beschleunigt und die Verteilung von flüssigem und gefrorenem Wasser drastisch verändert. Geografische und geologische Informationen dazu bieten die Bildtexte der Wissenschaftsautorin Angelika Jung-Hüttl.

Wasser erkunden

Das Museum Mensch und Natur hat die Fotoausstellung “WASSER – wie es unsere Erde formt” um zahlreiche interaktive Exponate ergänzt. So kann der Besucher erkunden, wie viel Wasser es auf der Erde gibt und wie die Verteilung von Salz- und Süßwasser ist. Er kann der Frage nachgehen, welche Eigenschaften die Verbindung H2O hat und wie der Wasserkreislauf abläuft. Auch den Themen, wie sich der Klimawandel auf Gletscher und Meeresspiegel auswirkt, sind Exponate gewidmet. Gesteinsproben machen begreifbar, wie deren Entstehungsgeschichte von Wasser und Eis geprägt ist.

Ein weiteres Highlight stellt die “Augmented Reality Sandbox” dar. An dieser interaktiven Station können Besucherinnen und Besucher selbst eine Landschaft gestalten und beobachten, wie sich Wasser in dieser Umgebung verhält.

Weitere Informationen und Copyright der Bilder:

www.mmn-muenchen.de  www.bernhardedmaier.de

Fotografien: Das auf der HP gezeigt Aufmacher-Bild zeigt die Tiroler Achen, Chiemsee, Deutschland. Nach starken Regenfällen schiebt der Fluss große Mengen Sand und Geröll in den See. Etwa 180.000 Kubikmeter Sedimente – das entspricht etwa der Ladung von 7.000 schweren Lastkraftwagen – transportiert die Tiroler Achen pro Jahr aus den Alpen in den Chiemsee und lagert sie dort ab. Ihr Delta wächst bis zu 25 Meter jährlich in den See hinein. Berechnungen zufolge wird der Chiemsee in ungefähr 8.000 Jahren verlandet sein.

Bild Ausstellung: Kathrin Glaw